Katja Butt

 

UMSCHREIBEN, Diaprojektion für den Zündorfer Wehrturm, 2019, Carousel Diaprojektor, 80 handgezeichnete Dias, Steuerung, Maße = in etwa Maße einer Etage des Wehrturms

 

 



 

SCHREIN, Scherenschnitt für den Zündorfer Wehrturm, 2019, Fotokarton, Klebeband, Maße = Maße der Vitrine

 

Aus der Einführungsrede in die Ausstellung HUB NACH RICHTUNG (mit Karin Hochstatter) von Sabine Elsa Müller, 7. April 2019, Köln-Zündorf:

„... Katja Butt setzt sich dabei sowohl mit der aus der Hand gezeichneten Linie als auch mit der Schrift, als zum Text erweiterte Zeichnung auseinander. In ihren Scherenschnitten schiebt sie einzelne Begriffe übereinander oder fragmentiert sie, um sie wieder neu zusammenzusetzen. Die Bedeutung der Wörter lässt sich mehr oder weniger gut entziffern, jedoch bringen sie in jedem Fall eine Inhaltlichkeit in die Arbeit, die über das reine Form- und Bewegungsmoment der Linie hinausgeht. Mit ihrer anachronistisch anmutenden Diaprojektion gelingt es Butt, eine auf einem winzigen Dia gezeichnete Linie in eine monumentale, rhythmische Geste zu übersetzen, die über die Spiegelung auf die Glasscheiben der gegenüberliegenden Vitrine übergreift und damit einen Raum bildet, der selbst den Betrachter / die Betrachterin einbezieht. ...“

 

 

EINALL / ALLEIN, Diptychon, 2019, ca. 85 x 42 cm, Tinte auf Papier

Zu meinen Zeichnungen

Begriffsgeschichtlich ist das „Zeichnen“ mit dem „Zeichen“ verwandt. Auch kommt man vom „Bezeichnen“ leicht zur Sprache, zum Wort. Mit diesem Aspekt setze ich mich in meinen Zeichnungen (alle Tinte oder Kugelschreiber auf Papier) auseinander. Den von Wittgenstein sogenannten Sprachspielen folgend lasse ich Begriffe untereinander eigenwillige Verbindungen eingehen, um deren inhaltliche Bedeutungen neu auszuloten.
Mit feinen Strichen werden Worte auf eine Weise umschrieben, dass sie gleichzeitig sichtbar werden, als auch abwesend bleiben. Durch die kontinuierliche Wiederholung der gesetzten kurzen Linien entsteht eine Textur, die an alte Drucktechniken erinnert. Mit den daraus erwachsenen Formen und Flächen gehen die Worte ein Verhältnis ein, welches weniger auf eine Logik des Zusammenhangs verweist, als auf die Offenheit des künstlerischen Kontexts und die Suche nach dem gelungenen Bild.

KB, Köln 2019

 

 

 

 

LAUFEN (2mal), 2017, 30 x 40 cm, chinesische Tusche auf C-Print

 
 

 

Biographie  

1961 geboren in Oldenburg i. O., Studium an der Kunstakademie Münster, Hochschule für Bildende Künste, Akademiebrief (mit Auszeichnung)
Seit 2012 Professur an der Rheinischen Fachhochschule Köln gGmbH im Fachbereich Medien für Bewegt/Bild und Kunst/Kulturwissenschaften


Lebt und arbeitet in Köln.


Preise und Stipendien

1998 Stipendium im Herrenhaus Edenkoben, Pfalz
1997 Stipendium der Stiftung Kunst und Kultur des Landes Nordrhein-Westfalen
1996 Stipendium des Kunstfonds e. V., Bonn
1995 Kulturförderstipendium der Westfälischen Wirtschaft, GWK, Münster
1994 Stipendium des Landes Nordrhein-Westfalen im Künstlerdorf Schöppingen
1987 Förderpreis der Kunstakademie Münster, Hochschule für Bildende Künste


Projektförderungen (Auswahl)

2009 Gertrude Stein. Ein Theaterabend u. a.:
SK Stiftung Kultur, Köln
Kulturstiftung Matrong, Köln
Kulturamt der Stadt Köln
Land Nordrhein Westfalen
2008 Crossroads. Nomadic Knowledge and Art Strategies u. a.:
Institut für Auslandsbeziehungen, Stuttgart
Kulturamt der Stadt Köln
2003 Träger. 20 Jahre – 20 Ausstellungen im Künstlerhaus Dortmund u. a.:
Hypo Real Estate Stiftung, Unterschleißheim
Ströer – out of home media, Köln
2001 Dropping / Häuser u. a.:
Japan Foundation Tokio
Goethe Institut Tokio
Stiftung Kunst und Kultur des Landes Nordrhein Westfalen
JaDe-Stiftung, Köln


Seit 1987 vertreten in zahlreichen Ausstellungen und Festivals im In- und Ausland (Europa, Asien).
Siehe www.katjabutt.de

 

Kontakt:

Katja Butt
Atelier:
Roßstr. 14
50823 Köln
Mobil 0173 732 70 57
eMail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!