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Projekt
Dürerscheibe 2001-2004
Die Technik stammt aus dem Instrumentarium alter Meister. Dürer, wie
auch viele seiner Zeitgenossen haben derartiges technisches Hilfsmittel zur Zeichnung
verwendet: Ein, auf einem Stativ fixierter Rahmen hält eine ca.30x40
cm große Glasplatte, durch die man in den Bildausschnitt blickt. Mit
einem Permanentstift wird der Blick auf der Glasscheibe nachgezeichnet,
was bleibt ist die Spur der
Betrachtung als Linienzeichnung, auf dem Glasträger frei im Raum schwebend.
Dabei folgt der Stift dem Blick durch die Scheibe und zeichnet nach,
was das Auge sieht.
Wie eine Erinnerung scheint sich die Zeichnung auf ihrem Glas zu entmaterialisieren,
wobei als Besonderheit noch anzumerken bleibt, dass es sich eben nicht
um eine projizierte Zentralperspektive handelt, wie sie üblicherweise
Zeichnungen innewohnt. Der Zeichner konstruiert den Raum nicht, enthält
sich gewissermaßen, der Raum bildet sich ab, durch das Auge, durch
die Hand auf dem Glas.
In einem weiteren Schritt werden diese Zeichnungen nun direkt auf ein
Sieb kopiert und
in einer Auflage realisiert.
Mittlerweile sind mehrere Mappenwerke dieserart entstanden, unter anderem
der Zyklus „Status Quo“ über das Haus Schwarzenberg, Berlin. Dort entstanden
2003 auf Einladung des Künstlerhauses am Hackeschen Markt in der Rosenthaler
Strasse die Dokumentation von Ateliers und Wohnräumen.
Weitere
Projekte waren zuvor schon die Dokumentation des Hauses Broska in Otzenrath/NRW
im Jahr 2001, das dem Braunkohletagebau Garzweiler zum Opfer fiel und
ein Zyklus unter anderem mit Wohnungsansichten der Bewohner der
Gropiusstadt in Berlin 2003
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